Space and time for contemporary productions

Yuck Miranda und Jotta

YUCK MIRANDA (Mozambik) ist künstlerisch an der Schnittstelle zwischen Theater, Tanz und Performance tätig. Mit einem Hintergrund im Theater, lässt Miranda Dramaturgie, Choreografie und Bewegung verschmelzen, um Werke zu erschaffen, die Queerness und dekoloniale Geschichte befragen. Miranda nutzt den eigenen Körper und eigene Plattformen, um sich für Kinder und Jugendliche, LGBTQ+ und die Gleichstellung der Geschlechter einzusetzen. Aktuell erkundet Miranda Archive und nutzt in der künstlerischen Praxis Storytelling und Verkörperung, um ausradierte Geschichten zurückzugewinnen – vor allem jene, die von queeren Erfahrungen in Mozambik handeln. Mit theatralen Mitteln entwickelt Miranda choreografische Performances, die dominante Narrative infrage stellen und Identitäten neu interpretieren. Mirandas politisch aufgeladene, interdisziplinäre Arbeiten behandeln Themen wie Ausgrenzung, Intimität und Widerstand und erforschen, wie der Körper zum Ort des Widerstads und der Veränderung werden kann.

JOÃO FELISBERTO ARMANDO (Mozambik), – Jotta – ist ein Tänzer mit einem Hintergrund in traditionellen mozambikanischen Tänzen, Theater und zeitgenössischem Tanz. Dies inspiriert seinen einzigartigen Tanzstil, welcher vielseitig und fesselnd ist und sowohl auf Emotionen wie auf körperlichem Ausdruck beruht. Jotta studiert Tanz am ISARC (Instituto Superior de Artes e Cultura), in Maputo/Mosambik. Er trainierte bei angesehenen Choreograf*innen wie Yuck Miranda, Pak Ndjamena, Osvaldo Passirivo, Virgilio Sitole, Cassimiro Nhussi, Cândida Mata, Abel Fumo und Emelva Dine. Außerdem ist er aktives Mitglied des Kulturvereins Raízes, wo er sich intensiv mit traditionellen und zeitgenössischen Bewegungsstilen auseinandersetzt. Als Tänzer wirkte Jotta u. a. in den Produktionen “Utipamo” (National Dance Festival), “Likute” (ISARC Abschlussarbeit von Enoke Simomole), “Queer Scenes” (von Yuck Miranda), “Tremuria Project” (von Pak Ndjamena) und “Rituais do Corpo” (von Pak Ndjamena) mit. Diese Erfahrungen prägten seine Herangehensweise an den Tanz als eine Verschmelzung von Tradition und Innovation und motivieren ihn, neue Ausdrucksformen zu erforschen. Neben seiner Arbeit als Performer engagiert sich Jotta in sozialpädagogischen Tanzinitiativen, wo er Bewegung als Mittel zum Geschichtenerzählen und zur Bewusstseinseinsbildung einsetzt.

© Mariano Silva