Space and time for contemporary productions
Di.
10.03.26
16.00 Uhr

Preview BÄM BÄM BÄM
Justice Wins oder Tappen im Dunkeln
ASJA

Am Anfang: ein Mord. Am Ende: die Aufklärung. Dazwischen: völlig unklar.
Mit Trenchcoat, langen Schatten und in genialer Selbstüberschätzung nähern sich ASJA und René Alejandro Huari Mateus der Figur des Meisterdetektivs. Ein mysteriöser Fall, ein rauschendes Radio und die Bühne als Tatort.

Detektivgeschichten und Kriminalfiktionen sind über Altersgruppen und Klassen hinweg eines der beliebtesten Genres für Bücher, Filme, oder Spiele. Die Figur des Detektivs schlägt einen Blick auf das vermeintlich Fremde vor: Ob nun Poes gelassener Dupin, der über Analysemethoden abschweift; oder Doyles Holmes, der sein Genie über das Lesen seines Gegenübers durch vermeintlich nebensächliche Details unter Beweis stellt; oder Christies Poirot, der auf Reisen in dramatischen Kulissen und unter Zeitdruck die Abgründe der Reichen und Schönen aufdeckt; oder Bogarts Marlowe, der sich allen überdrüssig, von Intrigen abgeklärt vor allem sich selbst in Gefahr bringt; oder Figuren aus Serien wie True Detektive, Twin Peaks, CSI Miami, Tatort, TKKG, Knives Out, Kalle Blomquist:
Sie alle sind nicht selten weiße Männer, herausragend darin, mit kühlem Kopf das Objekt ihres Interesses restlos aufzudecken, zu durchleuchten und zu verstehen.

Diese Figur und ihre zugrundeliegende Sehnsucht nach dem absoluten, rationalen Verstehen wird in BÄM BÄM BÄM von zwei BIPoC Frauen auf der Bühne seziert und in einem Spiel zwischen zwei Detektivinnen, die sich gegenseitig analysieren ad absurdum geführt.

Hinweise zum Inhalt
Die Performance setzt sich mit dem Krimi-Genre auseinander und verhandelt auf sprachlicher und bildlicher Ebene die Themen Gewalt, Tod, Mord und Polizei.
Es gibt auf der Bühne eine Stoffpuppe, die als Leiche dient und eine Spielzeugpistole ohne Munition. Gegebenenfalls kann es zu Schussgeräuschen und einem plötzlichen Knall kommen. Auf der Bühne gibt es stellenweise gedämpftes Licht und Dunkelheit, sowie Nebel und Vaping.

Beteiligte und Förderer
Künstlerische Leitung: ASJA
Performance: René Alejandro Huari Mateus
Ko-Regie: Maren Ada Küpper
Kostüm, Bühne und Ausstattung: Nora Schneider
Lichtdesign und Technische Leitung: Felix Schwarzrock

Mit großem Dank an das Frankfurt LAB, Philipp Schulte, Ekaterine Giorgadze, Jonathan Schmidt-Colinet und Frédéric de Carlo.

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

© ASJA

Voraufführung "BÄM BÄM BÄM"
10.03., 16.00 Uhr, Eintritt frei
Anmeldung unter: Reservierung@asja.works

Double-Feature mit "Emigrant Songs"
28.03., 19.00 Uhr, 29.03., 18.00 Uhr
Solidarisches Preissystem: 10/15/20 €
Kostenlose Reservierung:
28.03. hier
29.03. hier
Bezahlung in Bar an der Abendkasse.

Hinweis zur Sprache:
Die Hauptsprachen der Performance sind Deutsch und Englisch, mit kurzen Passagen auf spanisch und sudanesisch. Wir gehen davon aus, dass es für alle Menschen im Publikum Momente gibt, in denen sie eine Sprache nicht verstehen werden, oder dass Textelemente sich erst an anderer Stelle inhaltlich erschließen lassen. Die Performance ist so gebaut, dass die wichtigsten Inhalte sowohl auf deutsch, als auch auf englisch vorkommen.